Mittwoch, 1. Mai 2013

Tilda ist da!

Der Winter ist geschafft, der Frühling lässt die Natur fast explodieren: Es blüht, die Bienen fliegen, das Gras wächst, Enten, Gänse & Co legen fleißig ihre Eier - und ein erstes Lämmchen hat bei uns das Licht der Welt erblickt. :-) 
Sogar von meinen Cröllwitzer Puten habe ich die ersten Eier, wunderschön gepunktet - und befruchtet!

Der Hahn beim Balzen - wirklich imposant, wenn er sein Rad schlägt, zitternd seine Federn aufstellt und diesen tiefen Ton von sich gibt ...

...dann schaut man gar nicht mehr so auf den sonderbaren Hautlappen, den er Mal herumschlabbernd und Mal zum Hörnchen aufgestellt trägt.

Für was dieser Lappen genau gut ist, weiß ich noch nicht, denn beim Atmen ist er eher hinderlich.

Riesenbrahmas und Brügger Kämpfer genießen die angenehmen Sonnenstrahlen.

Herrliche Staubbäder genießen sogar die beiden Hähne einträchtig nebeneinander.


Stummenten

Weil Momos Euter sich entwickelte, mussten wir vorübergehend eine Box für Böcklein machen, damit Momo während und nach der Geburt erstmal Ruhe hat.

Und so wurde ich am nächsten Tag empfangen, als ich die Stalltür öffnete :-)

Wer hätte gedacht, dass meine schwarze Momo ein schneeweißes Lamm zur Welt bringt?

So niedlich ist die Kleine und putzmunter.

Kann geradeso geradeaus laufen und alles wird schon untersucht ...

... abgeschleckt ...

... und dann bei Mama wieder gestärkt ...

... lecker war's.

Sie ist zutraulich und lässt sich gerne die Brust krabbeln.

Tilda ist ihr Name.

Wir haben eine neue Futterstelle bekommen. So können die Tiere nicht mehr durchs Futter laufen, es nicht mehr verschmutzen und nicht mehr kreuz und quer verteilen. Man kann gut sehen, was sie tatsächlich fressen. - Und außerdem bin ich begeistert, wie schön groß mein Brügger Hahn geworden ist - der Rücken ist ja höher, als der von den Gänsen!

Mittlerweile gehen Schafe und Ziegen raus - erstmal nur stundenweise, um Durchfall zu vermeiden.

Tilda kann mittlerweile ihre Ohren in alle Richtungen drehen, Bocksprünge machen und flitzen wie ein Reh.

Im Freien lasse ich auch die Ziegen alle zusammen ...

... und wie erwartet ist Milka eine Krawallschachtel.

Milka hat solchen Spaß an Kämpfchen, dass sie anfangs kaum zum Grasen kam.



Böcklein ist natürlich längst wieder bei seinen Mädels und benimmt sich einwandfrei mit dem Lämmchen.

Samstag, 26. Januar 2013

Der Winter ist da!

Unser steiler Weg hoch zu den Tieren. Jetzt in der Eiseskälte mit dem vielen Schnee ist das recht beschwerlich.
Jeden Tag koche ich nun Wasser oben am Berg, um das Eis aufzutauen ... Wir haben gerade noch rechtzeitig Heu und Stroh bestellt, denn jetzt kommt kein Schlepper mehr auf unser Gelände. Das Futter muss hoch getragen werden, dort wo man auf dem Bild Rosa herunter galoppieren sieht ...
Unsere Gänse genießen das Wetter ...
... und nehmen sogar Eisbäder ... brrr
Wini hingegen zieht lieber seine Füße ein :-)
Einer unserer Brügger Kämpfer, die mittlerweile recht schön gewachsen sind. Bald kann er wohl über Rosas Rücken schauen. ;-)
Momo im Schnee
Unser neues Herdenmitglied: Fräulein Teddy
Böcklein war für ein paar Wochen zum Decken auf einer anderen Weide, weshalb Momo Gesellschaft brauchte.
Wir hatten ja wirklich gehofft, dass Milka trächtig ist, doch der Ulltraschall brachte dann Klarheit: Nix im Bauch, allenfalls Blähungen! Jetzt ist die Gute auf Heu-Diät und nimmt langsam wieder normale Formen an.
Da die Ziegen sich nicht allzu nett verhalten gegenüber den Schafen ...
... ist der Stall unterteilt und alle können in Frieden fressen und verdauen. Das neckische Stoßen ist den Schafen einfach zu viel.

Ein weiterer Gast hat sich zu uns gesellt, wegen 'Turbulenzen' in der Herde eines Bekannten. Der Hauptbock duldete kein einziges männliches Herdenmitglied mehr. Einen Namen hat der Kleine noch nicht.
So anstrengend es auch ist ...
... es ist doch märchenhaft schön im Schnee.
Die liebe Rosa übt Stallwache :-)

Blue und Jasmin haben ihr Zuhause verloren - vom warmen Haus in einen Tierheimzwinger - mitten im Winter

Das ist Blue, ein Cattle Dog-Mix, 11 Jahre alt.


Und das die schüchterne Jasmin, Windhund-Mix, 10 Jahre alt. Zwei wunderbare Hunde, die beide diese Woche ihr Zuhause verloren haben, weil ihr Frauchen, eine liebe Kollegin, plötzlich und unerwartet verstorben ist. Sie sitzen nun im Tierheim Gelnhausen und warten auf liebe Menschen, die ihnen schnell wieder ein warmes Zuhause schenken.
Laut Frau Jarmer geht es den beiden überhaupt nicht gut: " ... Blue steht die ganze Zeit am Türchen des Zwingers und wartet, daß er wieder abgeholt wird, seiner Freundin Jassi geht es sehr schlecht; sie zieht sich in die letzte Ecke im Innenzwinger zurück und läßt sich nicht mehr blicken. Beide sind unendlich traurig, und das schreibe ich nicht um auf die Tränendrüse zu drücken, sondern weil es genauso ist. Sie leiden beide ganz schrecklich und es ist wirklich dringend, daß sie schnell ein neues Zuhause finden..."
Wenn ich schon für meine Kollegin nichts mehr tun kann, dann möchte ich doch wenigstens auf meinem Blog auf die beiden "armen Schlümpfe" aufmerksam machen. Vielleicht liest hier jemand mit, der einen oder beide aufnehmen kann.  


Mittlerweile haben Blue und Jasmin ein wunderbares Zuhause gefunden. Der Hundeschutzbund Main-Kinzig hat die beiden übernommen und eine Pflegestelle auf Lebenszeit für die beiden gefunden. Die Tierarztkosten übernimmt der Verein solange die beiden leben. Und Blue braucht nun Schmerzmittel. Spenden sind gewiss willkommen, denn die beiden sind nicht die einzigen Hunde, für die dieser Verein finanziell einspringt. Eine wunderbare Lösung, denn die beiden dürfen zusammenbleiben und werden nun in erfahrener Hand liebevoll versorgt. 

Montag, 26. November 2012

Der Abschied ist nun einige Tage her, der erste Kummer überwunden. Aber ich möchte doch einige schöne Erinnerungen wieder ausgraben an meine wunderbare Raya, die mit beinahe 13 Jahren Kraft und Gesundheit verlassen haben.
Eine Neufundländerhündin, die immer freundlich war, sich mit allem und jedem vertragen hat, in zwei Altersheimen Menschen im tiergestützten Besuchsdienst erfreute, in einem davon jede Woche über 20 Bewohner besuchte, die auch im Kindergarten kleinen Kindern zur Verfügung stand, damit diese lernen konnten, wie man sich richtig mit Hunden verhält, die in einem Behindertenwohnheim, unterstützt von meinem Kaninchen, liebe Menschen besuchte, darunter auch einen Autisten, mit dem sie gemeinsam auf dem Boden lag und ihn zum Lächeln brachte.
Auf Wiedersehn Raya

Mit Max und Morgan - drei ganz dicke Freunde

... mit Morgans Bällen - bis zu drei gingen auf einmal ins Maul ...Brötchen gingen noch mehr rein, denn die konnte sie zuammendrücken ...

... mit Rosa als Welpe ...

... sie taute nochmal richtig auf ...



... mit den Gänsen ...

... endlos geduldig mit jungen Nervensägen ...





... im Kindergarten ...

... in unserem Garten ...


... mit Morgan, der es liebte, Rayas Gesicht abzuschlecken ...



... mit neugierigen Kühen, die sie auch nicht aus der Ruhe bringen konnten ...


... beim böse Sachen machen - mit Morgan ...

... für Raya ein Genuss ...

... für mich ein bißchen Schmutz zuhause ...

...cool trotz petzender Gänse ...


... immer verlässlich freundlich ...




... teilte auch mit Weda, einem kleinen Kätzchen, ihr Kissen ...

...war eine liebevolle Ziehtante für Rosas Welpen ...

...auch wenn Klein-Eliot Futterraub beging ...
Sie begleitete mich durch mein Studium, fuhr sogar mit an die Uni. In einem anderthalbjährigen Seminar, indem ich auch als Tutorin mitwirkte, sagte man mir später: "Wir vermissen deine Raya. Die Lernatmosphäre war viel besser - es war viel schöner mit ihr  ... "